HSV Überruhr – TV Geistenbeck 28:27 (14:12)
Der TV Geistenbeck erlebte bei seinem Gastspiel beim HSV Überruhr in Essen eine überaus kuriose 1. Halbzeit. Der TVG war eigentlich von Beginn an recht gut im Spiel und erarbeitete sich durch entschlossene Aktionen im Angriff zahlreiche Tormöglichkeiten, ließ jedoch in den ersten 30 Minuten 5 von 5 (!) Siebenmeterstrafwürfe ungenutzt. So war es nicht verwunderlich, dass die Essener vorlegen und eine 14:12 Führung bis zur Pause behaupten konnten. Bitter war außerdem der Ausfall von Rechtsaußen Alexander Meißner und Kreisläufer Marvin Lüttke, die ca. in der 20 Minute bei einer Angriffsaktion zusammenstießen und beide mit stark blutenden Kopfverletzungen ausscheiden mussten.
Nach der 17:14 Führung des HSV Überruhr (34. Minute) übernahm Geistenbeck allmählich das Spielgeschehen in Halbzeit 2. Julian Piel (Foto/1) war ein gut aufgelegter Schlussmann und auch seine Vorderleute kamen immer besser in Tritt. Der TVG glich zum 17:17 aus und erspielte sich beim 20:22 in der 45. Minute eine erste Zwei-Tore-Führung. Ärgerlich waren in dieser Phase mehrere ausgelassene Konterchancen frei vor dem Tor, die Überruhr wieder zum 22:22 Ausgleich verhalfen. Das gleiche Bild leider auch nach den 22:24 und 24:25 Gästeführungen knapp 8 bzw. 6 Minuten vor Spielende. Die Essener eroberten sich folgerichtig die Führung zurück, die durch den TVG zweifach wieder ausgeglichen wurde. Vom Siebenmeterpunkt erzielte Überruhr dann knapp 90 Sekunden vor Ende die 28:27 Führung. Dramatisch wurde es in der Schlussphase. Weder Geistenbeck noch Überruhr konnten etwas Zählbares aus seinen folgenden Angriffen herausholen und so kam der TVG 15 Sekunden vor Ende nochmals in Ballbesitz. Kurz vor Schluss erhielt man einen Freiwurf zugesprochen, doch die Uhr lief trotz Unterbrechung der Schiedsrichter weiter, bis die Schlusssirene kam. Die in der gesamten Partie überforderten Unparteiischen, ohne erkennbare Linie aber mit vielen diskussionswürdigen Entscheidungen gegen den TVG sprachen sich mit dem Kampfgericht ab und entschieden, dass lediglich 3 Sekunden nachgespielt werden sollten. Viel zu wenig… Geistenbeck stellte vor der Essener Defensivmauer einen Block und führte den letzten Freiwurf des Spiels nach Wiederanpfiff umgehend aus. Mick Leister (8) übernahm die Verantwortung, traf auch zum vermeintlichen 28:28 Ausgleichstreffer, der auch erst einmal von den Schiedsrichtern gegeben wurde. Erneut kam es zu einer Besprechung mit dem Kampfgericht, und es wurde entschieden, dass die manuell eingeleitete Schlusssirene wohl ertönt war, bevor der Ball die Linie überschritten hat. Aufregungen und Diskussionen waren leider nicht zielführend – die Schiedsrichter blieben letztendlich bei der für Geistenbeck bitteren und sehr umstrittenen Entscheidung.
TVG-Statistik:
Piel (1), Nordmann – Leistner, Schimanski (je 8), Forstbach (4),
Hüpperling (3), Geradts, Meißner, Krücken (je 1), Pöstges, Reinartz, Genenger,
Lüttke
Nächstes Spiel:
TUSEM Essen II – TV Geistenbeck (Mittwoch, 25.02.2026 / 20.15 Uhr –
Klaus-Schorn-Sporthalle, Essen)




